Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Specialtopic: Gerichtsverhandlung - schlecht geschrieben?
Im offiziellen Fuselage-Forum wurde die gesamte Gerichtsverfahren bereits als am schlechtesten geschriebene Gerichtsverhandlung in einer Fernsehserie aller Zeiten bezeichnet.
Beispiele für grobe Fehler:
- Derartige Verhandlungen dauern normalerweise Monate, nicht bloß Tage.
- Kate wurde wegen mehrer Vergehen angeklagt, aber die Anklage hat nur eine einzige Zeugin, von deren Aussage die gesamte Verhandlung abhängt? Was ist mit dem Banküberfall?
- Die Kronzeugin der Anklage darf vor ihrer Aussage mit der Angeklagten reden? Unter vier Augen?
- Ein Charakterzeuge der Verteidigung darf aussagen, bevor die Anklage überhaupt den Fall vorgelegt hat?
- Der Richter behauptet allen Ernstes, die Geschworenen würden über das Strafmaß entscheiden?
Insgesamt scheinen der gute Gregg und Elizabeth Sarnoff das ganze Gerichtsverfahren nur als Aufhänger für die finale Enthüllung der Folge verwendet zu haben, so daß die gesamte Verhandlung sehr konstruiert wirkt.
Und im Fuselage-Forum spinnt sich dieser Ober-Verschwörungstheoretiker schon wieder seine eigene Theorie zusammen, daß all diese Fehler in Wahrheit "Hinweise" seien, daß das gesamte Gerichtsverfahren in Wirklichkeit inszeniert und Teil der großen Verschwörung sei...
johnny_silver
22.02.08, 20:11
I
Und im Fuselage-Forum spint sich dieser Ober-Verschwörungstheoretiker schon wieder seine eigene Theorie zusammen, daß all diese Fehler in Wahrheit "Hinweise" seien, daß das gesamte Gerichtsverfahren in Wirklichkeit inszeniert und Teil der großen Verschwörung sei...
Ja aber hallo !!! habt ihr die ganzen Widmore aufleber auf den Kameras der Papparazzi nicht erkannt. Und wer hat die Medizin. Kosten von Kates Mutter übernommen. Und wer die Anwelte und die Verteidigung bezahlt / gekauft ^^
Das war doch ein Flashforward,also die Zukunft.
Vieleicht sind in der Zukunft die Gerichtsverfahren anders :D
Obwohl...die Flashforwads von Lost ,liegen wohl auch noch in unserer Vergangenheit.
Maggie Ryan
22.02.08, 20:49
- Kate wurde wegen mehrer Vergehen angeklagt, aber die Anklage hat nur eine einzige Zeugin, von deren Aussage die gesamte Verhandlung abhängt? Was ist mit dem Banküberfall?
Kate wurde ja nicht freigesprochen, sie haben einen Vergleich geschlossen.
Sicher hätte man das alles besser und genauer aufbereiten können, aber das mußte ja alles in einen FF von nur wenigen Minuten passen, oder wäre es dir lieber, wenn die nächsten zwei FF auch noch von der Verhandlung erzählen?
Kate wurde ja nicht freigesprochen, sie haben einen Vergleich geschlossen.
Sicher hätte man das alles besser und genauer aufbereiten können, aber das mußte ja alles in einen FF von nur wenigen Minuten passen, oder wäre es dir lieber, wenn die nächsten zwei FF auch noch von der Verhandlung erzählen?
Sehe ich auch so. Die Kernaussage sollte wohl sein: Kate ist "frei" und hat einen "Sohn", der Aaron heisst.
Wir haben uns Alle Antworten gewünscht und bekommen sie jetzt.
Das Problem ist, das US-Publikum ist Gerichtssendungen und Fernsehserien wie "Law & Order", in denen das ganze Prozedere einigermaßen korrekt wiedergegeben wird, gewöhnt. Auch haben viele Zuschauer schon mal als Geschworene wirken müssen.
Und dann kommt so eine Folge daher und ignoriert jegliche rechtlichen Regeln, weil es "nicht wichtig" für die Folge ist.
Aber wenn irgendwelche deutschen Texte im Hintergrund keinen Sinn ergeben, dann sind's wieder die dummen Amis, die zu blöd sind, für Requisiten, die eine Sekunde im Bild sind, die nötigen Recherchen anzustellen, gelle?
Und dann kommt so eine Folge daher und ignoriert jegliche rechtlichen Regeln, weil es "nicht wichtig" für die Folge ist.
Aber wenn irgendwelche deutschen Texte im Hintergrund keinen Sinn ergeben, dann sind's wieder die dummen Amis, die zu blöd sind, für Requisiten, die eine Sekunde im Bild sind, die nötigen Recherchen anzustellen, gelle?
Auch das war mir ziemlich egal, wieviel das Essen kostet oder wie teuer es war. Ich gebe mich nur gerne auch mal mit einer einfachen Erklärung zufrieden. Ist ja schliesslich keine Anwaltserie.
Ich weiss auch nicht, warum Du so argumentierst, Du wolltest eine Meinung hören und hast unsere Antworten bekommen.
Vielleicht war das Verfahren tatsächlich eine Farce.
Nicht im Sinne einer Verschwörung sondern weil Kate in der Öffentlichkeit eben eine Heldin ist.
Kann ja sein.
Banana Jones
22.02.08, 22:45
- Wie lange die Verhandlung genau geht, erfahren wir nicht
- Der Hauptanklagepunkt war der Mord an Kates Vater, für den gab es nur eine Zeugin, für die restlichen Anklagepunkte wurde ja der Vergleich geschlossen
- Wir sehen ja auch nicht das komplette Verfahren, sondern nur Teile. Zwischen der Eröffnung und Jacks Aussage liegt eine unbestimmte Zeit. Zudem sagt ja der Verteidiger noch: "We got killed in the opening", da muss vorher schon einiges passiert sein.
- Und wo wird behauptet, die Jury entscheide über das Strafmaß?
Außderdem ist Lost ja auch keine Gerichtssendung, da kann man kleinere Fehler zu Gunsten der Erzählung schon verzeihen.
Mein Problem ist, daß der ganze Plot um die Gerichtsverhandlung dermaßen konstruiert ist, daß vieles nur deshalb so und nicht anders geschieht, damit das nächste Element entsprechend folgen kann.
Irgendwo zwischen Fridge Logic (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FridgeLogic) und Bellisario's Maxim (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/BellisariosMaxim), und letztendlich nur einer Tomato Surprise (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TomatoSurprise) geschuldet.
Mein Problem ist, daß der ganze Plot um die Gerichtsverhandlung dermaßen konstruiert ist, daß vieles nur deshalb so und nicht anders geschieht, damit das nächste Element entsprechend folgen kann.
Irgendwo zwischen Fridge Logic (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/FridgeLogic) und Bellisario's Maxim (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/BellisariosMaxim), und letztendlich nur einer Tomato Surprise (http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/TomatoSurprise) geschuldet.
Irgendwie hast Du schon Recht, aber wie hätte man das anders regeln können? Es scheint ja so zu sein, dass man jetzt (in den Folgen bis zur Pause) abhandeln will, wer die Oceanic 6 sind bzw. was nach der "Rettung" so mit Ihnen geschehen ist. Da ist die Zeit natürlich knapp bemessen ...
Man hätte die Gerichtsverhandlung anders aufbauen können. Ein Satz, der andeutet, daß der Prozeß schon seit ein paar Wochen läuft. Würde ein paar Sekunden in Anspruch nehmen und ein Problem klären.
Jacks Aussage ist problematischer. Der Aufbau der Handlung erfordert, daß Jack zu Wort kommt, bevor Diane (die Kronzeugin) ihren Auftritt hat. Aber in einer Gerichtsverhandlung würde die Anklage erst ihren Fall inklusive Zeugen präsentieren, bevor die Verteidigung ihren Zug machen kann.
Lösbar wäre das, indem Jack am Ende auftritt, wenn es um die Bemessung des Strafmaßes geht. Auf diese Weise würde der doch stark antiklimatische Aufbau auch ein wenig weniger ins Gewicht fallen. Anstatt daß hinter verschlossenen Türen ein paar Minuten lang ein Deal ausgehandelt wird, kommt am Ende Jack zu Wort, um Kates Charakter zu beurteilen. Aus dramaturgischen Gründen würde meiner Ansicht nach wenig dagegen sprechen.
Weitere Probleme wären übrigens willkürliche Vermischungen von Terminologien und Zuständigkeiten von Staats- und Bundesgerichten. Hier hätte bessere Recherche gutgetan.
Maggie Ryan
23.02.08, 13:02
Eine Sache stört mich viel mehr als die anscheinend schlecht recherchierte Gerichtsverhandlung: Was um alles in der Welt soll es bringen, einen zwei-, höchstens dreijährigen kleinen Jungen in einer Gerichtsverhandlung zu Wort kommen zu lassen? kann er überhaupt schon richtig sprechen? Wenn ja, was soll er schon anders sagen als "Mami ist toll, spielt immer mit mir und bringt mich ins Bett".
Als ich das in der Folge hörte, dachte ich zunächst an Jack oder Ben oder Sawyer. Als sich herausstellte, dass íhr Anwalt von ihrem Sohn sprach, kam mir die Zeitanomalie in den Sinn, und ich ging davon aus, dass sie nun wenigstens ein schulpflichtiges Kind daheim hat. Nachdem das Ende aber nur ein Kleinkind parat hatte, versteh ich diesen Punkt überhaupt nicht mehr.
Das hatte wohl psychologische Gründe.
Im Schlussplädoyed hätte der Anwalt auf das Kind verwiesen um bei den Geschworenen Mitleid zu schinden. Mehr nicht. Denke ich.
Die Gerichtsverhandlung war schrecklich. Dann als Jack seine Aussage gemacht hat, hab ich gedacht, dass Kate auch als Papst kandidieren könnte, so wie Jack das gesagt hat. (Ja ich weiß das das net geht etc. etc.)
die_sonne84
23.02.08, 20:42
Also ich stimme Nevermore in der ganzen Sache zu. Aber ich kann eigentlich schon damit leben, nur dass man von Lost eigentlich besseres gewöhnt ist :)
Naja, jedenfalls fand ich insgesamt, dass der Ausgang der Verhandlung den Spannungsbogen der um Kate und ihre Vergangenheit aufgebaut wurde, für mich unbefriedigend beendet hat.
Es ging Ewigkeiten lang darum, was sie getan hat und dass sie auf der Insel ein neues Leben bekommen hat. Und nun ja auch ob sie da bleibt, weil das ihre einzige Chance ist, dem Knast zu entgehen. Viel wurde spekuliert, dass sie inkognito von der Insel gekommen ist, weil sonst wäre es ja unmöglich dass sie in TTLG frei ist.
Und das Ende der Geschichte ist nun, dass sie einfach ohne Gefängnisstrafe davonkommt, obwohl sie vor Gericht landet und ihrer Taten angeklagt wird. Das ist für mich irgendwie enttäuschend. Nicht, weil ich wollte, dass sie im Gefängnis landet, sondern einfach weil es keine adäquate Lösung für diese Geschichte ist in meinen Augen...
voodoopriester
23.02.08, 21:19
das beste waren 10 jahre bewährung! wo gibt es denn sowas? oder gibt's das tasächlich in den usa?
das beste waren 10 jahre bewährung! wo gibt es denn sowas? oder gibt's das tasächlich in den usa?
Unter Einbeziehung der Beweggründe für die Tat kann das durchaus sein. Vergleiche sind gerade in den USA keine Seltenheit. Abgesehen davon gibt es keine Beweise, dass Kate es war, lediglich die Aussage ihrer Mutter. Und die hat ja nunmal zurückgezogen.
Driveshaft
24.02.08, 00:51
Also ich versteh die Aufregung gar nicht. Dazu nur ein Satz:
"Lost ist eine fiktive TV-Serie." Also ich weiß nicht. So haarsträubender Kram, wie Zeitanomalien, ein Rauchwolkenmonster und aufwendig gefakte Flugzeugabstürze nehmen wir als "normal" hin, aber wenn dan eine Gerichtsverhandlung mal dramaturgisch unlogisch aufgemacht ist (nämlich für die Serie, für die Geschichte) bekommt das sofort nen Extra-Thread hier. Ich weiß nich, wieviel Anspruch an Realismus hier einige stellen, aber irgendwie find ich die Diskussion überflüssig, pardon.
Stimmt schon. Aber bei all den Sci-Fi Elementen von Lost bei denen sich die Macher doch so sehr bemühen sie realistisch zu intergrieren und zu erklären, kann man ja wohl eine halbwegs glaubhafte Gerichtverhandlung erwarten, die eigentlich noch nicht mal spannende war.
Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr wird mir bewusst, dass diese Gerichtsverhandlung eigentlich etwas ist, worauf Kate schon seit dem Serienstart wartet. So ein scheinbar wichtiger Punkt wird mal schnell in einer Folge abgearbeitet? Eigentlich hätte da noch so viel mehr dazu gehört. Vergleichsweise mal Desmonds Episode "Flashes Before Your Eyes": Die ganze Folge dreht sich nur um Desmond und besteht fast nur aus seinem Flashback. Da waren sicher etliche Szenen dabei, die nicht so wichtig waren, aber für Glaubwürdigkeit, Atmosphäre und Detail gesorgt haben.
Ganz genau das hat einfach bei der Verhandlung gefehlt, da auch gerade das war, worauf Kates Charakter gesteuert wurde und ihre Geschichte ist eigentlich nun erzählt. Natürlich kommt jetzt etwas neues, aber ihre Ursprungsgeschichte ist jetzt beendet.
Noch ein anderer Vergleich: "The Brig". Sawyer kann endlich seine Rache ausüben. Es war ja klar, dass er Daddy Cooper umbringt, aber hier hat im Vergleich zu Kates Story alles gepasst.
Auch wenn ich Kate nicht leiden kann, muss ich sagen: Das hätte besser sein können.
Also ich versteh die Aufregung gar nicht. Dazu nur ein Satz:
"Lost ist eine fiktive TV-Serie." Also ich weiß nicht. So haarsträubender Kram, wie Zeitanomalien, ein Rauchwolkenmonster und aufwendig gefakte Flugzeugabstürze nehmen wir als "normal" hin, aber wenn dan eine Gerichtsverhandlung mal dramaturgisch unlogisch aufgemacht ist (nämlich für die Serie, für die Geschichte) bekommt das sofort nen Extra-Thread hier. Ich weiß nich, wieviel Anspruch an Realismus hier einige stellen, aber irgendwie find ich die Diskussion überflüssig, pardon.
Ganz so drastisch sehe ich es nicht, aber es stimmt schon.
Wenn man jetzt die ganze Folge nur Gerichtsverhandlung mit Allem drum und dran und ein wenig Inselgeschehen gezeigt hätte, wären die Stimmen laut geworden, dass man das hätte auch abkürzen können.
Uns kann man es halt auch schwer recht machen. :)
Also ich versteh die Aufregung gar nicht. Dazu nur ein Satz:
"Lost ist eine fiktive TV-Serie." Also ich weiß nicht. So haarsträubender Kram, wie Zeitanomalien, ein Rauchwolkenmonster und aufwendig gefakte Flugzeugabstürze nehmen wir als "normal" hin, aber wenn dan eine Gerichtsverhandlung mal dramaturgisch unlogisch aufgemacht ist (nämlich für die Serie, für die Geschichte) bekommt das sofort nen Extra-Thread hier. Ich weiß nich, wieviel Anspruch an Realismus hier einige stellen, aber irgendwie find ich die Diskussion überflüssig, pardon.
Das liegt halt daran, daß "dramaturgische Logik" häufig wichtiger ist als "wissenschaftliche Glaubwürdigkeit".
Mal als Beispiel: Wenn eine Geschichte erfordert, daß es Außerirdische, Zeitreisen, Klone, Dämonen und den Weihnachtsmann gibt, dann ist das eine Voraussetzung.
Wenn die Geschichte dagegen erfordert, daß die Hauptfiguren sich alle wie komplette Vollidioten benehmen, ihr Verhalten jeglicher Logik widerspricht und darüber hinaus allgemein anerkannte Regeln der "normalen Welt" ignoriert werden, damit die Geschichte funktioniert, dann hat der Autor nicht genug Fantasie, da er nicht in der Lage ist, eine Geschichte zu schreiben, die ohne diese dramaturgischen Kunstgriffe auskommt.
Wenn es gar nötig ist, gegen die interne Logik der Serie bzw. die etablierten Regeln der Serie zu verstoßen, damit die Geschichte funktioniert, dann sollte der Autor sich besser fragen, ob die Geschichte in der Form tatsächlich nötig ist.
Als Beispiel: Nehmen wir mal eine Science-Fiction-Serie, in der es Aliens gibt. Ist zwar nicht realistisch, aber für die Geshcichte Grundvoraussetzung.
Wenn nun eine Figur mehrmals Aliens begegnet ist, eventuell sogar deren Raumschiff von innen gesehen hat und trotzdem weiter darauf beharrt, daß es Aliens nicht gibt und jeder, der etwas anderes behauptet, geisteskrank ist, dann ist das im besten Falle nervig und schadet der Glaubwürdigkeit des Charakters.
Wenn nun gar die Existenz von Aliens in der Serien-Welt allgemein bekannt ist, es eventuell mehrere Invasionen gegeben hat oder einzelne Aliens öffentliche Prominenz besitzen, wäre es geradezu haarsträubend, wenn es ganz plötzlich einen oder mehrere Charaktere gäbe, die beharrlich die Existenz von Außerirdischen leugnen. In solchen Fällen sollte sich der Autor dann wirklich fragen, ob die Geschichte, die er erzählen will, es tatsächlich wert ist, mal eben die gesamte innere Logik der Serie über den Haufen zu werfen.
Mich hat die Auflösung der Geschichte (Kate & ihr Prozess) schon ziemlich enttäuscht. Ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen nach 4.01, Kate den Status des Oceanic 6 zu entziehen, da sich keiner richtig vorstellen konnte, wie Kate von der Insel kommen könnte ohne verurteilt zu werden, und man vermutete, dass sie sich z.B. 'ne neue Identität zulegt hat o.ä. - und deswegen auch kein O6 (= Celebrity) sein könne.
Und nun "behelfen" sich die Autoren damit, dass sie uns weismachen, wenn die EINZIGE Zeugin der Anklage zurückzieht, könne man sie nicht mehr verurteilen, und der Staatsanwältin bleibt nur noch dieser Vergleich übrig! Äußerst unwahrscheinlich, dass die Ermittler so schlampig recherchiert haben, um für Kate's Mord keine weiteren Zeugen / Indizien zu sammeln. Zudem gab es ja einige weitere Verbrechen, z.B. bei dem Bankraub gab es ja mehrere Dutzend Zeugen, die Kate unmaskiert gesehen haben.
Man könnte jetzt sagen, na und, musste halt storytechnisch so gemacht werden, aber ein wenig macht es mir Angst, dass die komplette Serie ebenso einfältig aufgelöst wird...
aber ein wenig macht es mir Angst, dass die komplette Serie ebenso einfältig aufgelöst wird...
Aber genau das wird warscheinlich passieren. Diese ganze Lost Geschichte ist inzwischen dermaßen komplex, das es überhaupt nicht möglich sein wird alles so aufzulösen, das es für uns alle befriedigend sein wird.
Das Beste Beispiel war doch J.J.`s letzte Serie ALIAS. Die Auflösung in der 5.Staffel mit dem
tot/nichttod von Michael Vaughn war einfach lächerlich...
mich persönlich hat die Gerichtsverhandlung jetzt nicht so gestört, aber ich bin auch nicht so bewandert auf dem Thema...
wenn das für einen Amerikaner jetzt total hanebüchen war dann ist das natürlich echt schade, dass sie da keinen Wert rauf legen...
Und nun "behelfen" sich die Autoren damit, dass sie uns weismachen, wenn die EINZIGE Zeugin der Anklage zurückzieht, könne man sie nicht mehr verurteilen, und der Staatsanwältin bleibt nur noch dieser Vergleich übrig! Äußerst unwahrscheinlich,[...]
Ich finde es nicht soooo abwegig das eine Mutter auf einmal umdenkt wenn ihre verscholleneund für totgeglaubte Tochter wieder auftaucht.
Blut ist halt doch dicker als Wasser.
ich denke Severus meinte es ist abwegig, dass die Anklage dann komplett fallen gelassen wird.
Aber die Anklage wird ja nur als Vergleich beendet, weil der Rechtsanwalt meinte, dass es jetzt unwahrscheinlich ist, dass da
überhaupt noch einer auf schuldig plädiert und die Anwältin der Anklage hat dann eben das mit der Bewährung vorgeschlagen...
Weiß nicht wie das in Amerika läuft, ob da ein Staatsanwalt dabei ist oder nur ein Anwalt des Klägers und ein Verteidiger...
Sicher war die Gerichtsverhandlung nicht etxrem ausgefeilt, aber man sollte auch immer bedenken, dass einer Episode nur begrenzte Zeit gegenüber steht. Jetzt noch dermaßen auf diese Details zu achten hätte einfach den Rahmen gesprengt und die Hauptaussagen - Kates Freiheit, die vermeintliche Versöhnung mit der Mutter, Kates "Sohn" - wurden trotzdem transportiert und das war imho auch die Intention der Schreiber.
Sicher, es gab vermutlich noch mehrere Zeugen bei den ganzen anderen Vorfällen, die Kate verzapft hat, aber wenn ein Hauptzeuge wegbricht, dann ist das für keinen Anwalt gut.
Wie dem auch sei, ich persönlich fand die geraffte Verhandlung nicht als störend, obwohl sie natürlich etwas naiv inzeniert wurde, aber das schmälert nicht die hohe Qualität von LOST. Manchmal sind solche Kniffe einfach notwendig um die Story voran zu treiben. Das ist und wird auch nicht das letzte Mal bei LOST der Fall sein.
Maggie Ryan
25.02.08, 13:34
Und nun "behelfen" sich die Autoren damit, dass sie uns weismachen, wenn die EINZIGE Zeugin der Anklage zurückzieht, könne man sie nicht mehr verurteilen, und der Staatsanwältin bleibt nur noch dieser Vergleich übrig! Äußerst unwahrscheinlich, dass die Ermittler so schlampig recherchiert haben, um für Kate's Mord keine weiteren Zeugen / Indizien zu sammeln. Zudem gab es ja einige weitere Verbrechen, z.B. bei dem Bankraub gab es ja mehrere Dutzend Zeugen, die Kate unmaskiert gesehen haben.
Ich gestehe ja ein, dass die Gerichtvsverhandlung im wirklichen Leben eventuell anders ausgesehen hätte. Nevermores Argumente sind auch recht schlüssig. Aber was einige hier anscheinend immer wieder vergessen: Kate ist nicht freigesprochen worden!
Man muss hierbei bedenken, dass die Oceanic 6 offensichtlich hyperberühmt gewesen sind. Da muss es wohl ein Riesenbohei um die bei ihrer Rückkehr gegeben haben. Ich finde es nicht so weit an den Haaren gezogen, dass die Staatsanwältin bei Verlust ihrer Kronzeugin einen Vergleich sucht, da sie fürchten muss, dass Kate nach Jacks Aussage freigesprochen werden würde, trotz erdrückender Beweise, einfach nur, weil Kate so berühmt ist und nun auch als Heldin angesehen wird.
Denkt doch nur mal an die Steueraffäre, die derzeit unser Land beherrscht. Glaubt ihr wirklich, dass alle, die jetzt die ***** am Dampfen haben, auch ihrer gerechten Strafe entgegentreten werden? Wenn, dann sicher nur um ein Exempel zu statuieren. So blind ist Justitia nun mal nicht, und in Amerika erst recht nicht, wo eine Jury aus normalen Menschen über den Ausgang einer Verhandlung entscheidet.
Ist es eigentlich nur mir komisch vorgekommen, dass Jack (der ja immerhin einen Meineid begeht - wofür es m.E. schon mehr Gründe geben muss als die unerfüllte Liebe zu einer Frau) als er zu Schwur kommt nur "Yes" sagt und nicht das aus vielen Filmen bekannt "I swear"??
"Schwören Sie, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr Ihnen Gott helfe?" "Ja"
Oder glaubt er nach dem, was er alles Auf der Insel gesehen hat, nur einfach nicht mehr an "Gott"??
Ich kenne es nur aus deutschen Gerichtssälen. Da schwört man entweder auf Gott oder nicht auf Gott. Trotzdem beleibt ein Schwur ein Schwur.
Die Gerichtsverhandlung war wirklich nicht das gelbe von Ei. Aber meine Güte, was erwartet man in einer 45 minütigen Folge, in der wir nicht nur das Gericht sondern auch noch andere Handlungen sehen.
Spannend war sie wirklich nicht. Aber ich denke, die Kernaussagen wurden transportiert, und das, was die Autoren aussagen wollten ist auch rüber gekommen. Vielleicht hätte man den Plot ganz anders machen sollen, ohne Verhandlung. Wobei ich persönlich nicht wüsste wie...
Elphaba Thropp
11.05.08, 16:51
Wieso sagt Jack eingentlich in der Gerichtsverhandlung, Kate hätte die 8 (!!!) überlebenden des Absturzes getettet, aber es wird immer gesagt es haben nur die Oceanic 6 überlebt. Warum sagt Jack gerade 8? Was ist mit den anderen beiden?
Wieso sagt Jack eingentlich in der Gerichtsverhandlung, Kate hätte die 8 (!!!) überlebenden des Absturzes getettet, aber es wird immer gesagt es haben nur die Oceanic 6 überlebt. Warum sagt Jack gerade 8? Was ist mit den anderen beiden?
die sterben wohl;) aber dürfte wohl mal aufgeklärt werden, frag mich nich nicht wann^^
Elphaba Thropp
11.05.08, 21:40
Sterben? O,O
Ich kann noch mehr tote nicht ausstehen. Aber das er 8 gesagt hat, is mir erst jetzt aufgefallen XD
muhviehstar
11.05.08, 23:01
Vielleicht gehen die unterwegs noch verloren. Nix genaues weiss man nicht und man wirds wohl bald noch herausfinden.
Über die Gerichtsverhandlung hab ich mir nie gross Gedanken gemacht. Die haben sie eben so kurz gehalten wie möglich das sie eben vorkam und dabei war. Eigentlich ist der Sinn der Sache ja erfüllt in dem man sieht das Kate freigesprochen wird. Da brauchts nix ausführlicheres meiner Meinung nach.
Ich habe mir über die Gerichtsverhandlung auch nie grosse Gedanken gemacht und fand, dass sie nicht so wichtig ist.
Am interessantesten war Jacks Aussage, dass sie im Südpazifik in der nähe einer Insel ins Meer abgestürzt sein. Er und andere sieben Passagiere hätten sich an den Inselstrand retten können. Er sei wie andere schwer verletzt gewesen. Kate habe sich aufopfernd um alle gekümmert. Leider seien zwei der Überlebenden trotz aller Hilfe an ihren Verletzungen gestorben.
Wer aber diese zwei Unglücklichen sind, weiss ich auch nicht.
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