Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Specialtopic: Glenn Miller
DooMRunneR
12.02.06, 18:09
In der letzten Lost Folge (Staffel 2, Folge 13) hat man, als Sayid und Hurley mit dem Funkgerät Signale empfangen haben, wieder dieses Lied gehört.
Dieses Lied ist von Glenn Miller und heißt "Moonlight Serenade".
Wenn man sich ne Kurzbiographie von Miller durchliest stößt man auf folgendes:
On December 15, 1944, Glenn boarded a single engine C-64 Norseman aircraft to travel from London to Paris, France where he was to make arrangements for a Christmas broadcast. Tragically, the plane never reached France and was never found.
Wahrscheinlich steht es nicht mit Lost in Verbindung, finde is aber trotzdem ne nette Nebeninfo.
Aber jetzt zu den deutschen Waffen.
Wenn ich mich nicht irre stehen in der Waffenkammer im Hatch deutsche Waffen (werde noch nen Screenshot reinstellen wenn ich dran denke). Und - ich glaube es war in der letzten Kate-Folge - hielt ihr dieser Typ eine German Luger an den Nacken.
Das war DIE Waffe des 2. Weltkrieges der Deutschen und es ist absolut ungewöhnlich, dass Amerikaner diese benutzen.
Kann es also sein, dass die Insel ihre Wurzeln im 2. WK hatte? Schließlich gab es zu dieser Zeit auf allen Seiten ungemeinen Forschungsdrang.
Über die Luger wurde schon in einem anderen Threat gesprochen.
Ich denke, da diese Waffen eben so verbreited wahren undter den deutschen Soldaten, kann auch locker jeder amerikanische Soldat eine als Souvenir mitgenommen haben.
Ich denke keine Waffe ist wirklich nur einem Land zuzuordnen, da sie ja fast überall vertrieben werden, bzw. über irgendwelche Kanäle überall hin kommen können.
aber die deutsche luger und dann das ALTE militärmesser ... das kann kein zufall sein.
Jedoch sind meiner Meinung nach die Hatches zu "modern" eingerichtet, als das sie aus der Zeit des zweiten Weltkriegs stammen könnten. Ich tippe eher so auf die 70ziger Jahre, was die Einrichtung angeht. Sicher bin ich mir aber nicht.
Sicher kann Blackbeard (wie Dakota ja schon sagte) sich die Luger als Souvenir mitgenommen haben - denn jeder US-Soldat wollte damals so eine. Und der jüngste ist Blackbeard ja auch nicht mehr. Kann durchaus sein, dass er im zweiten Weltkrieg mit dabei war.
Für mich stammen die Waffen eher aus der Sowjetunion/Russland - denn die haben ja AK-47 hergestellt usw. Aber das Bild würde mich trotzdem mal interessieren, was du hoffentlich doch nicht vergisst! ;)
Iconoclast
14.02.06, 15:10
Um die P 08 rankt sich manche Legende, und ein echter Hollywood-Film über den Zweiten Weltkrieg ist nicht authentisch, wenn nicht eine P 08 auftaucht, mit der ein (böser) "Kraut" herumfuchtelt. Dass diese Waffe ursprünglich bereits 1908 beim kaiserlichen Heer in Dienst gestellt wurde (darum die Bezeichnung "Pistole 08"), und dass nicht nur ein gewisser Herr Luger, nach dem die Pistole im amerikanischen Sprachgebrauch oft bezeichnet wird, sondern auch ein Herr Borchardt maßgeblich entscheidend für den Bau dieser Waffe war, ist leider nicht so sehr bekannt. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts entwickelte der Konstrukteur Hugo Borchardt den Kniegelenk-Verschluss, der auch im Maschinengewehr MG 08 verwendet wurde, und konstruierte daraufhin den Grundtyp dieser Waffe. 1899 brachte die Firma DWM eine durch Georg Luger verbesserte Waffe heraus, aus welcher schließlich in ihren weiterentwickelten Versionen die P 08 geschaffen wurde. Eine dieser Varianten wurde schließlich 1908 als "Pistole 08" in das kaiserliche Heer eingeführt, wo sie die zuvor verwendeten Revolver Modelle 79 und 83 verdrängte. 1913 wurde noch eine Version der P 08 mit langem Lauf (203 mm) bei der Artillerie und den Festungsbesatzungen eingeführt. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges lieferte allein die Firma DWM 250.000 Stück an das kaiserliche Militär aus, wobei man insgesamt von einer Produktion von über 1,5 Millionen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs ausgeht.
Wie allgemein bekannt sein dürfte, verloren Deutschland und seine Verbündeten den Ersten Weltkrieg und unterlagen danach dem Versailler Vertrag, welcher - in den Augen der Siegermächte - ein für alle Mal die Gefahr eines militärisch starken Deutschlands, welches als alleiniger Kriegsverursacher angesehen wurde, bannen sollte. Unter anderem erlegte das Vertragswerk der Waffenentwicklung und -produktion schwere Beschränkungen auf. So wurde unter anderem die Produktion von Faustfeuerwaffen über dem Kaliber 8 mm verboten. Als Folge dieses Vertrages wurden nur noch die Ausführungen der P 08 in Kaliber 7,65 mm produziert. Nur einer einzigen Firma (Simson & Co. in Suhl) war es offiziell erlaubt, weiterhin für Reichswehr und Polizei in Kaliber 9 mm Parabellum zu produzieren. Allerdings wurden in dieser Zeit etliche Pistolen für den Export hergestellt, die in folgende Länder verkauft wurden: USA, Niederlande, Finnland, Lettland, Portugal, Persien, Spanien, Peru, Brasilien, Bulgarien und Türkei. 1930 wurde die Produktion dann nach Oberndorf zur Mauser AG verlagert und von dort aus weitergeführt. Die Mauser P 08 spielten dann bei der Wiederbewaffnung der Wehrmacht eine gewichtige Rolle.
Nach 1945 wurden viele dieser beinahe schon legendären Pistolen als hochgeschätzte Kriegstrophäen in die Heimat der alliierten Soldaten gebracht, die damals Deutschland besetzt hatten. Vor allem in den USA waren die "Luger", wie man dort die P 08 nannte, hochbegehrt und manch ein G.I. hatte sich somit ein "Souvenir" aus Deutschland mitgebracht. Auch heute noch umgibt eine ganz besondere Aura diese Pistole, die sich mit Waffen wie dem Colt "Peacemaker" oder dem Colt 1911 den Status eines Klassikers teilt.
Lost/gefunden
17.02.06, 00:05
ich glaube auch nicht dass es einen Zusammenhang zum zweiten weltkrieg gibt..
das mit den Waffen ist n bisschen seltsam, wie sollen die da hingekommen sein, die Amis bringen doch nich ihre waffensouvenire auf eine Forschungsinsel...!
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